Mysteries
John Holloway gilt als einer der grössten Barockviolinisten unserer Zeit. Seine Einspielung der „Mysteriensonaten“ von H.I.F. Biber zu Beginn der 90er-Jahre gilt bis heute als Referenzwerk. Am Wochenende vom 26. und 27. Februar 2011 wird er gemeinsam mit der Organistin Marieke Spaans eine Parforce-Leistung wagen: Sämtliche 15 Sonaten werden in drei Zyklen im Berner Münster gespielt. Abschluss bildet das höchst emotionale und intensive Solo Holloways, der die Passacaglia von Biber darbieten wird.
Passend zu den 15 Titeln der Biberschen „Mysteriensonaten“ hat Nicolas Fink für Ensemble Leonardo Werke ausgesucht, die dem Mysterium der Musik, ihrer Empfindungen und Geheimnisse nachspürt. Es sind Texte, wie jene der Äbtissin und Mystikerin des 12. Jahrhunderts, Hildegard von Bingen, die der Marienverehrung dienen. Aber auch die mystischen Texte und Klänge des indischen Sanskrit, die Gustav Holst (1874 – 1934) inspiriert haben. Oder sie drehen sich um das ewige Geheimnis des Lebens, das uns Menschen täglich auf wundersame Weise begleitet – umgesetzt von Hugo Distler (1908-1942) und Kerstin Thieme (1909-2001).
Eine echte Berner Premiere – und ein wagemutiges Experiment!
Berner Münster
Samstag, 26. Februar um 20:00 Uhr
Sonntag, 27. Febraur um 13:30 Uhr
Sonntag, 27. Febraur um 17:00 Uhr
John Holloway - Barockvioline
Marieke Spaans - Orgel
Simon Bilger - Harfe
Nicolas Fink, Leitung